Aphorismen - kleine Lebensweisheiten, Erkenntnisse und Gedankensplitter

 
Der Weise erkennt, wie wenig er weiß. Der Dumme erkennt das nicht und glaubt daher, alles zu wissen.
 
Wirft man einen Stein in ein Goldfischglas, dann entstehen relativ hohe Wellen und vielleicht schwappt sogar etwas Wasser über. Wirft man denselben Stein ins Meer, dann fällt das überhaupt nicht auf und es gibt keine nennenswerte Reaktion.
Manche Menschen leben geistig in einem Goldfischglas. Das begrenzt nicht nur ihre Möglichkeiten zur Entfaltung, sondern selbst eine kleine Störung bringt sie und ihre Welt schnell und gründlich durcheinander. Wer dagegen geistig in einem Ozean lebt, der verfügt über einen weiten Horizont und kann solche Störungen gelassen hinnehmen.
 
Das Leben besteht aus einer Reihe von Zufällen und verpassten Gelegenheiten. Deshalb macht die Suche nach einem Sinn keinen Sinn.
 
 Es ist verwunderlich, dass die Zahl der Atheisten zunimmt. Denn Atheismus ist die unangenehmste aller Glaubensformen. Hat der Atheist Recht, wird er es nie erfahren und um seine Genugtuung gebracht. Irrt er sich, so landet er in irgendeiner Art von Hölle. Irren sich die anderen, werden sie es zwar auch nie erfahren, sie können aber auch nie enttäuscht werden.
 
Sowohl Gläubige als auch Atheisten haben keinerlei Beweise und können deshalb nur glauben. Folglich kann es keine Ungläubigen geben, sondern nur Andersgläubige. Der Glaube entsteht aus einer inneren Überzeugung und kann nicht erzwungen werden. Deshalb ist es unsinnig, zu versuchen, jemandem einen anderen Glauben aufzuzwingen.
 
 Es ist leichter, auf etwas zu verzichten, das man nicht besitzen kann, als von dem, was man besitzt, etwas abzugeben.
 
 Falten sind die Wegweiser auf der Landkarte des Lebens. Wer keine hat, der hat auch keine Lebensgeschichte.
 
Lebe dein Leben, als würde es ewig dauern, und genieße jeden Tag, als wäre es dein letzter.
 
 Manchen genügt das Brett vor dem eigenen Kopf als Horizont - und die sind dann auch noch stolz auf ihren Weitblick.
 
Tablets und ?-Pads werden immer beliebter und verbreiten sich schnell. Immer mehr Menschen laufen mit so einem Gerät vor der Nase herum und nehmen die Welt um sie herum nur noch durch Bildschirm und Kamera wahr. Apps erklären ihnen, was sie sehen. So gesehen ist ein Tablet das erste Brett vor dem Kopf, das den Horizont erweitern kann.
 
 In unserem Kulturkreis hat sich der ökonomische Materialismus durchgesetzt. Wir betrachten alles unter dem Gesichtspunkt von Kosten und Nutzen, bald wohl auch unser gesamtes Leben. Alles wird dem Ziel des besten Preises untergeordnet. Eines Tages werden wir vor der Frage stehen, ob unsere Kultur lieber überleben oder untergehen will. Wir werden darauf mit der Gegenfrage antworten: "Was ist denn billiger?"
 
Die meisten Menschen glauben das, was sie glauben wollen oder was ihnen am besten gefällt. Dabei lassen sie sich von der Realität nicht beirren.
 
Der Mensch ist der Beweis dafür, dass das Universum mindestens vier Dimensionen haben muss. Die menschliche Dummheit ist so groß, dass sie in den bekannten drei Dimensionen nicht genügend Platz hätte.