Hier gebe ich einen Überblick über die zeitliche Entwicklung der wesentlichen Betriebsdaten, die für ein System aus Wärmepumpe und thermosolarem Kollektor relevant sind. Der Energiebedarf umfasst immer die benötigte Energie für Heizung und Warmwasser.

Zunächst die Jahreswerte, hier die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe und die erzielte Einsparung gegenüber der alten Heizung (Verbrauch in kWh):

Für 2011 und 2012 konnten die Arbeitszahlen für einige Monate nur geschätzt werden (Ausfall des Wärmemengenzählers), dazu kamen Anlaufprobleme. Nach der Stabilisierung ist der Primärenergiebedarf gegenüber der alten Heizung um etwa zwei Drittel gesunken.

 

Die nächste Grafik zeigt den Ertrag des Solarkollektors sowie den Anteil am gesamten Energiebedarf:

Der Kollektor liefert im Schnitt etwa 45% des Energiebedarfs. Hier macht es sich positiv bemerkbar, dass er auch bei niedrigeren Temperaturen die Wärmepumpe unterstützen kann.

 

Die folgenden Grafiken zeigen den Verlauf einerhalb des Jahres. Dazu wurden die monatlichen Werte der Jahre 2011 bis 2016 gemittelt (Kollektor 2012-2016).

Ihre beste Leistung erreicht die Anlage im Frühjahr und im Herbst. In den Wintermonaten lässt die Effizienz der Luft-Wärmepumpe naturgemäß nach. Der scheinbare Einbruch der Arbeitszahl im Juli und August rührt daher, dass in dieser Zeit die Wärmepumpe nur sehr wenige Betriebsstunden hat, während andere Verbraucher wie die Solarkreispumpe besonders aktiv sind. Zudem kann der Wärmemengezähler die vom Kollektor eingespeist Wärme nicht erfassen.

 

Die besonders hohe Einsparung im August könnte auf das insgesamt effizientere System zurückzuführen sein (Hocheffizienz-Pumpen).

 

In den Sommermonaten wird der Ertrag des Kollektor dadurch begrenzt, dass er abschaltet, wenn der Speicher aufgeheizt ist. Im Herbst verschlechtert der häufige Regensburger Nebel die Bilanz ein wenig.

 

Im Sommer kann der Solarkollektor den Bedarf (überwiegend Warmwasser) zu fast 100% decken. Nur wenn mehrere Schlechtwetter-Tage aufeinander folgen, muss die Wärmepumpe etwas nachhelfen.