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Verbesserungen

Fast nichts ist von Haus aus so gut, dass man es nicht noch ein wenig verbessern könnte. Das trifft vor allem für die Modellbahn zu. Dabei geht es hier zunächst einmal nicht so sehr darum, die neu erworbenen Loks und Wagen optisch zu altern und ihnen den oft vorhandenen Plastikglanz zu nehmen. Es geht hier vor allem darum, die Fahreigenschaften und das elektrische Verhalten zu verbessern.

Doe heute verbreitete Digitaltechnik macht es möglich, Modelle von verschiedenen Herstellern ohne Probleme auf der selben Anlage und mit dem selben System fahren zu lassen. Allerdings haben die einzelnen Hersteller unterschiedliche Auffassungen darüber, was für ihre Modelle am besten ist und auch bei großen Marken sind die fahrzeuge nicht immer perfekt. Für einen störungsfreien Betrieb sind deshalb gelegentlich ein paar Nachbesserungen erforderlich. Wo und wie ich bei meinen Modellen eingegrifen habe, zeige ich auf den entsprechenden Unterseiten.

Vedes / Roco BR 218 mit Zimo MX645

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BR 218 Sylt-Shuttle

Als altes Nordlicht musste ich natürlich die Sonderedtion "Sylt-Shuttle" haben. Eine Einsatzmöglichkeit wird sich schon finden.... Die Lok, hier die AC-Version 79721, kommt von Roco und unterscheidet sich nur durch die Bedruckung von den aktuellen Serien-Modellen der BR 218. Für die DC-Version mit gleichem Dekoder sollte dasselbe gelten.

An der Lok gibt es nichts auszusetzen, allerdings hat es Roco leider nicht für notwendig erachtet, ihr eine brauchbare Anleitung mitzugeben. Weder seitens Roco noch von Zimo findet man eine Beschreibung der verschiedenen Funktionen. Zudem unterscheiden sie sich mehr oder weniger von aktuellen oder früheren Ausgaben der BR 218. Ein weiterer Kritikpunkt ist der Sounddekoder MX645 von Zimo. Hierzu findet man wenigstens auf der Zimo-Website weitere Informationen, aber ein Problem bleibt: Die Geschwindigkeitskennlinie ist von Haus aus exponentiell ausgelegt und lässt sich auch nicht ohne größeren Aufwand linearisieren. Das ist natürlich Geschmackssache, ich ziehe eine lineare Kennlinie vor, damit die gefahrene Geschwindigkeit ungefähr mit der auf dem Display der Zentrale angezeigten übereinstimmt. Doch mit etwas Mühe geht es, dazu gleich.

Zunächst einmal hier die Übersicht über die Funktionen des Dekoders im Auslieferzustand:

 

F0  Licht   F10  Stirnlicht 2 aus
F1  Motorgeräusch   F11  Stirnlicht 1 aus
F2  Horn hoch, kurz   F12  Rangierpfiff
F3  Horn tief, kang   F13  Türen
F4  Kompressor   F14  Stummschaltung
F5  Schaffnerpfiff   F15  Ventil
F6  Rangiergang, ABV aus   F16  Luft ablassen
F7  Kupplung   F17  Abfahtssequenz
F8  Bahnhofsansage   F18  nicht verwendet
F9  nicht verwendet   F19  nicht verwendet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun zum Dekoder:

BR 218 neu

Ich hatte wie gewohnt zunächst die Höchstgeschwindigkeit angepasst und die Mittengeschwindigkeit auf die Hälfte der Vmax eingestellt (e-Punkt-Kennlinie). Nach der Aufnahme der Geschwindigkeitskennlinie mit dem Programm Traincontroller ergab sich damit eine leicht S-förmige Kurve. Die Auswahl der "freien Kennlinie" und Programmierung einer linearen Wertereihe in die entsprechenden CVs #67 ... #94 brachte dasselbe Ergebnis.

Ein Teil der Lösung versteckt sich in den CVs #10, #58 und #113. CV #58 gibt an, wie stark die Wirkung der Regelung sein soll (max. = 255). Die CVs #10 und #113 steurn den "Regelungs-Cut-Off", d. h. hiermit kann man einstellen, ab welcher internen (!) Fahrstufe der Einfluss auf wieviel von maximal 255 reduziert sein soll. Diese CVs sind werksseitig auf 0 eingestellt, was dazu führt, dass die Regelung nur in der FS 1 mit dem Wert aus CV #58 wirkt und dann bis zur Höchstgeschwindigkeit kontinuierlich auf 0 sinkt. Das mag interessant sein für diejenigen, die etwas analoges Verhalten nachbilden wollen (bergauf wird der Zug langsamer, bergab schneller), aber wer seine Anlage digital steurt, möchte in jeder Lage eine bekannte Geschwindigkeit haben. Daher müssen diese beiden CVs erst einmal auf ebenfalls 255 gesetzt werden.

Die Höchstgeschwindigkeit, die hier viel zu hoch eingestellt ist, sollte zunächst mit CV #57 (Regelreferenz) in die Nähe der gewünschten Geschwindigkeit gebracht werden. der Wert muss dazu reduziert werden, bei mir hat sich ein Wert von 122 als gut erwiesen (Original = 150). Die feineinstellung erfolgt dann mit der bekannten CV #5. Ich bin hier auf einen wert von 200 gekommen, mit dem die Lok in jeder Richtung etwas über 140 km/h kommt. Es ist besser, erst die Referenz anzupassen und dann mit CV #5 nachzujustieren, weil der Regler dann einen größeren Wertebereich zur Verfügung hat. Ich habe dann noch in CV #29 die "freie Kennlinie" aktiviert (Bit 4 auf 1 setzen, d. h. den vorhandenen Wert um 16 erhöhen) und in die entsprechenden CVs #67 bis #94 linear ansteigende Werte geschrieben (= Fahrstufe x 9, somit FS 28 = 252). Damit habe ich dann die Geschwindigkeitskennlinien ermittelt.

Nun wird es etwas seltsam, hat aber funktioniert: Aus der Grafik in Traincontroller habe ich die gemessenen Geschwindigkeiten herausgelesen (Cursors auf einen Punkt, dann wird der Wert angezeigt) und in eine Tabellenkalkulation eingetragen. dabei ist zu beachten, dass Traincontroller immer 15 Werte ermittelt, egal wieviele Fahrstufen eingestellt sind. Aus der gemessenen Höchstgeschwindigkeit habe ich dann für jede Fahrstufe die gewünschte Sollgeschwindigkeit errechnet (FS x Vmax / 28, ich nutze 28 FS) und schließlich für alle Fahrstufen die Sollgeschwindigkeit durch die Istgeschwindigkeit geteilt. Aus diesem Faktor habe ich dann die Wuzel gezogen und m it dem Ergebnis die programmierten Werte aus der freien Kennlinie multipliziert. Das ergibt annähernd eine Korrekturkurve. Die nicht gemessenen Zwischenwerte muss man interpolieren, für die FS 1 bis 5 muss man ein wenig schätzen, weil hier die Rechnung nicht mehr ganz passt. Man kann in der Tabellenkalkulation auch noch eine Grafik dazu erzeugen und eine "Trendlinie" hineinlegen. Die sollte aber erst ab etwa FS6 beginnen, da die unteren Stufen zu ungenau sind. Das erleichtert es, die Zwischenwerte zu ermitteln.BR 218 optimiert

Die so berechneten Korrekturwerte habe ich dann anstelle der bisherigen linearen Werte in die entsprechenden CVs geschrieben und damit eine erneute Messreihe aufgenommen. Die neu ermittelten Geschwindigkeiten habe ich wieder in eine Tabelle eingetragen und eine Trendlinie darüber gelegt, diesmal eine lineare. Auch hier war der Startpunkt wieder FS6. Damit werden verbliebene kleine Unebenheiten sichtbar, die von Hand ausgebssert werden können.

 

 Damit es etwas einfacher wird, hier noch die Werte, die sich für meine Konfiguration ergeben haben. Ich kann nicht garantieren, dass es damit immer ein perfektes Ergebnis gibt. Es scheint, als hätten Änderungen an den Werten für Höchstgeschwindigkeit oder Referenz auch einen kleinen Einfluss auf die Kennlinie. Aber als Ausgangsbasis für einen ersten Versuch sollten sie brauchbar sein.

FS 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28
CV 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94
W 20 41 59 75 86 95 104 112 119 125 130 134 140 145 150 155 159 165 172 181 190 201 210 219 227 236 244 252

 

 

Märklin D 1/3 Limmat

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Die schweizer Baureihe "D 1/3" mit dem Namen "Limmat" brachte Märklin 1997 als Teil der Zugpackung 26471 bzw. 28471 "150 Jahre schweizer Bahn" heraus. Der Zug ist auch bekannt unter seinem Spitznamen "Spanisch-Brötli-Bahn". Das Modell mit den vielen kleinen Details ist eigentlich zu schade, um nur in der vitrine zu stehen. Auf Epoche-1-Anlagen oder als Museumszug ist sie ein Hingucker. Leider sind die Fahreigenschaften alles andere als berauschend, egal ob Delta oder Digital.

D 1/3 Limmat

Der Dekoder in der Digital-Ausführung ist im Grunde genommen auch nur ein aufgemotzter Delta-Dekoder, der neben einstellbarer Anfahr- und Bremsverzögerung sowie Höchstgeschwindigkeit auch 80 Adressen ermöglicht. Der Chip ist der damals übliche 701.13, der das MM2-Format nur eingeschränkt versteht und noch keine absolute Fahrtrichtung kennt. Die Fahreigenschaften sind eher bescheiden. In den unteren Fahrstufen tut sich nicht viel, da kommt der Dekoder wohl mit dem Glockenankermotor nicht so gut zurecht. Oben ist die Lok viel zu schnell (Minimum knapp 120 km/h bei einer Vorbildgeschwindigkeit von 30 km/h). So bleiben nur wenige Fahrstufen für den Betrieb übrig.
Abhilfe schafft hier nur ein neuer Dekoder. Die heute üblichen Standard-Dekoder passen problemlos in den Tender. Bei diesem Umbau fand sich sogar noch für einen kleinen Puffer-Kondensator. Die Komponenten dürfen nur nicht über den kleinen Absatz an der Innenseite der Tenderwand hinausragen, damit die Abdeckung mit der Kohlenachbildung noch passt.
Beim Austausch sind ein paar Kleinigkeiten zu beachten:

1. Stromzuführung und Motoranschlüsse werden wie üblich angeschlossen: Rot und Braun = Schleifer und Gleis, Blau und Grün = Motor.

2. Bei der Beleuchtung ist Märklin etwas vom eigenen Standard abgewichen. Das graue Kabel ist für die vorderen Laternen zuständig, das gelbe Kabel jedoch nicht für das hintere Licht (die hinteren Laternen haben keine Funktion), sondern es handelt sich hier um den Rückleiter für das Licht, der sonst bei Märklin orange ist. Dieser Draht kann an den gemeinsamen Rückleiter (+ nach Gleichrichter), nach NMRA-Norm Blau, angeschlossen werden. Das sorgt für ein flackerfreies Licht. Da der Märklin-Dekoder anscheinend mit geringerer Spannung arbeitet, habe ich hier noch einen zusätzlichen Vorwiderstand von 1 kOhm eingebaut, um den LED-Strom zu begrenzen.

3. Es empfiehlt sich, an einer der beiden Platinenbefestigungen eine Lötfahne anzuschrauben und das von der Lok kommende braune Kabel dort anzulöten. Von da geht es mit einem weiteren kurzen Draht zum Dekoder. Auf diese Weise sind die Chassis von Lok und Tender miteinander verbunden, was die Stromabnahme etwas verbessert.
Falls der Dekoder nicht irgendwie verpackt ist, muss er gegen den Boden isoliert werden.

4. Viele neuere Dekoder bieten Standardeinstellungen für verschiedene Motortypen an. In diesem Fall brachten die Werte für "Märklin mit Maxxon-Motor" die besten Ergebnisse. Läuft die Lok in den untersten Fahrstufen nicht "unrund", muss evtl. der K-Wert verringert werden.

D 1/3 Limmat Dekodereinbau

Wer das nötige Geschick und die Nerven dafür hat, der kann noch versuchen, die gtelben LEDs durch warmweiße zu ersetzen.

Primex BR01 081

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Primex 01 081

Dieses schon etwas ältere Modell stammt aus Märklins Einsteiger-Serie, die unter dem Namen Primex vor allem in Supermärkten verkauft wurde. Für eine Billig-Ausführung ist es trotz konventionellem Antrieb ein recht schönes Modell mit Rahmen und Kessel aus Zinkdruckguss und vielen angesetzten Details. Fürs Abstellgleis also zu schade, so bietet sich eine Digitalisierung an. Das ist zwar nicht ganz so einfach wie bei vielen anderen Loks, aber nicht unmöglich. Es gibt zwei Möglichkeiten:
BR01 4
1. Den vorhandenen Motor behalten und einen Dekoder einbauen, der für die Märklin-Allstrommotoren geeignet ist. Einige Hersteller bieten dazu auch Statoren mit Permanentmagnet an. Ob die hier passen, kann ich nicht sagen. zu beachten ist jedenfalls, dass der Anker dieser 01 sehr groß ist.
2. Bessere Fahreigenschaften erhält man meines Erachtens mit dem so genannten “Hochleistungsantrieb”. Tatsächlich passt der Antiriebssatz aus den Sets 60904 oder 60944 (ohne Dekoder), zumindest im Prinzip.BR01 1 Ich hatte noch einen Umbausatz 60904 übrig, der hier zum Einsatz kam. Allerdings ist etwas Bastelarbeit notwendig. Der Motor passt zwar hinein, aber der Motorschild muss nachgearbeitet werden.
Den alten Antrieb und den Fahrtrichtungsumschalter auszubauen, ist kein Problem. Es bietet sich an, bei dieser Gelegenheit auch gleich die Zahnräder zu säubern und neu zu schmieren. Der Stator passt, auch wenn es zunächst nicht so aussieht, in die Aufnahmen. Das er etwas dicker ist als der alte, stört nicht. Als Anker kommt der mit den 7 Zähnen zum Einsatz.
BR01 2Der Motorschild passt leider nur auf der rechten Seite, links müssen 1-2mm abgesägt oder abgefeilt werden. Außerdem muss die obere Haltelasche entfernt werden, da die Schraube bei der 01 etwas höher sitzt als sonst üblich. Auch die untere Ecke muss gekürzt werden, damit das Treibrad nachher nicht blockiert wird.
Oben links die Schraube wieder anzubringen, ist nicht ganz einfach. dadurch, dass die Lasche beschnitten wird, wird auch die kleine Abstützung auf der Unterseite geschwächt. Zieht man die Schraube zu fest an, kann sich der Schild verziehen und der Motor wird schwergängig. Bleibt sie locker, kann sie sich lösen.
Man könnte inen kleinen, flachen Winkel oder eine Unterlegscheibe nehmen, der großflächiger auf den Motorschild drückt. Dann muss man allerdings die längere Schraube aus dem Umbausatz nehmen. Die muss wiederum etwas gekürzt werden, damit sie nicht auf der anderen Seite gegen das Zahnrad drückt. Steht sie vorne zu weit heraus, passt das gehäuse nicht mehr drauf. Ich habe die Lasche so abgeschnitten, dass noch ein Rest unter dem Schraubenkopf verbleibt und dann Schraube und Schild mit je einem Tropfen Kleber fixiert. Da hier keine besondere Belastung auftritt, ist das verzeihlich.
Nachdem die Kabel des Dekoders angelötet sind, sollten blanke Stellen und die Federn der Bürsten mit dünner hartpatte oder Isolierband abgedeckt werden. Sonst kann es zu Berührungen mit dem gehäuse oder den umgebogenen Enden der angesetzten Teile kommen.
Beim Dekoder habe ich die Geschwindigkeit auf Minimum und die Anfahr/Bremsverzögerung auf etwa 30% eingestellt. Wie bei Märklin leider verbreitet, ist auch hier die Übersetzung zwischen Motor und Rädern viel zu klein und bei der erreichbaren Höchstgeschwindigkeit könnte es die Lok mit einem ICE aufnehmen.BR01 5
Abschließend habe ich der BR01 081 noch eine neue Beleuchtung spendiert. Dazu habe ich zwei SMD-LEDs (“golden white”) auf zwei schmale Lochstreifen-Platinchen gelötet, die ich Rücken an Rücken geklebt habe. Die LEDs sind zu den Seiten hin ausgerichtet. Da sie auch seitlich abstrahlen, ergibt das eine recht gute Beleuchtung. Der warmweiße Farbton passt gut zur Lok. Die LEDs sind in reihe geschaltet, haben einen Vorwiderstand von 1,2kOhm und sind mit der Anode an die allgemeine Versorgung (orange) sowie mit der Kathode an die Lichtleitungen gelb, grau) angeschlossen. Ich habe beide Leitungen angeschlossen, sodass das Licht auch bei Rückwärtsfahrt leuchtet.

Mehano MAk G1206

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Mehano MAK G1206

Dieses Modell gibt es in mehren Ausführungen. Die Hinweise zur Optimierung dürften für alle Varianten dieser baureihe sowie auch für ähnliche odelle gelten.
Die Lok ist für diese Preisklasse gut gemacht und fein detailliert. An einigen Stellen muss man jedoch etwas nachbessern.
MAK1206
Beschwerden über schlechtes Fahrverhalten aufgrund von Kontaktproblemen gibt es seit Erscheinen der Lok. Leider hat Mehano bis heute nichts dazugelernt, obwohl die Ursachen leicht abzustellen wären, jedenfalls bei der Montage. Nachträglich gestaltet sich das Ganze etwas aufwändiger, was an der eigenartigen Montagetechnik liegt. Lediglich die Platform, das Gehäuse und die Kupplungsaufnahmen sind mit Schrauben befestigt, alles andere ist geklippst. Das macht Arbeiten an den Drehgestellen nicht gerade leichter.
Die Kontaktprobleme rühren daher, dass die vier Radschleifer an den Drehgestellen nur eine sehr geringe Anpresskraft haben und, wenn sich die Achse etwas nach außen schiebt, sogar den Kontakt verlieren können.
Um an die Dinger heranzukommen, muss man nicht unbedingt die Drehgestelle ausbauen. Dabei handelt man sich nämlich das Problem ein, beim Einbau auch noch die Kardanwelle richtig einstecken zu müssen. Einfacher ist es, statt dessen die Achsen zu entfernen, dann liegen die Federn frei.
Dazu nuss zunächst einmal die Kupplungsaufnahme entfernt werden.
MAK1206 02
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Anschließ end wird der Drehgestellrahmen mit einem Schraubendreher mit flacher Klinge etwas gelockert. Dabei nicht am Fahrgestell abstützen, sonst drückt man unter Umständen das ganze Drehgestell heraus. Nun am besten mit den Daumen abwechselnd auf eine der Achsen drücken und den Rahmen vorsichtig herausziehen. Nach kurzer Zeit sollte er nachgeben. Nun liegen die Achsen frei und können entnommen werden.
MAK1206 03
Jetzt können die Federn bequem nach außen aufgebo gen werden. Dabei empfiehl t es sich, sie etwa dort zu biegen, wo der Einschnitt beginnt, damit vorzugsweise die Enden der Federn an die Räder drücken. Gleichzeitig lässt sich die Gelegenheit nutzen, um etwas von dem überaus reichlich vorhandenen Öl zu entfernen.
Dreileiter-Fahrer haben es auf der Schleiferseite etwas schwerer. Der Anschlussdraht ist kaum länger als notwendig, also vorsichtig abziehen, aber es reicht, um die Achsen heraus zu bekommen.
MAK1206 01Die Lok komplett zu zerlegen, ist nicht unbedingt notwendig, es erleichtert aber die Arbeit und vor allem werden die empfindlichen Anbauteile vor eventuellen Beschädigungen bewahrt.
Für den Zusammenbau müssen die Federn etwas zusammengedrückt werden, damit die Räder darüber rutschen.  Dabei springt gerne mal eine der Federn wieder heraus, wenn man auf der anderen Seite zugange ist. Vor dem Aufsetzen des Rahmens also noch einmal alles kontrollieren!
 
Der Aufwand lohnt sich, meine Lok läuft seitdem vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten sehr viel besser und leiser.
 
 
Verbesserungen, die noch anstehen:
Die vordere, obere Lampe scheint zwischen Vorderwand und vorderem Lüfter hindurch,
die Schlusslichter strahlen etwas auf die obere Lampe über.